Notebook

Worauf kommt es bei einem Notebook an?

Display-Größe und Gewicht

  • Für die Reise: 10-11,6″ (Gewicht etwa 1,5 kg).
    Auflösung 1366×768 px genügt, möglich ist bis 1920×1080 px.
  • Für zuhause: 15,6″ (Gewicht etwa 2,5 kg).
    17,3″ (Gewicht etwa 3,0 kg) ist nützlich wenn man einen „großen“ Bildschirm will. Auflösung 1366×768 px genügt, besser ist 1600×900 px, möglich ist bis 1920×1080 px.

Achtung: Je höher die Auflösung, desto kleiner die Schrift. Man kann die Schrift und den Zoom größer stellen, aber es ist umständlich.

Prozessor (CPU)

Für übliche Anwendung einschließlich Büroprogramme ist die Festplatten-Geschwindigkeit wichtiger als die Prozessor-Leistung. Bei Videobearbeitung oder bei 3D-Spielen wird mehr und mehr Prozessor-Leistung gefordert.

Die Rangliste der Prozessoren ist bei Intel (von schwach bis stark): Atom – Celeron – Pentium – Core i3 – Core i5 – Core i7. AMD-Prozessoren sind pauschal schwer einzuschätzen. Die Anzahl der Kerne ist weniger wichtig, weil viele Programme ohnehin nur einen oder zwei Kerne belasten. Zwei-Kern ist Standard, Vier-Kern und mehr wird selten gebraucht.

Festplatte (HDD, SSHD, eMMC, SSD)

Die Festplatten-Geschwindigkeit ist meist wichtiger, als die Prozessor-Leistung. Bei einer hohe Datenmenge ist eine Festplatte von 500 – 2000 GB vorteilhaft. Wenn hohe Geschwindigkeit gewünscht ist, kann eine SSD eingesetzt werden, die allerdings eine „niedrige“ Speicherkapazitat von 120 – 240 (480) GB hat. Eine SSHD vereinigt eine kleine SSD (8 GB) mit eine Festplatte (500 GB). Die Controller der SSHD „lernt“, welche Programme oder Daten oft vorkommen und lagert sie in den SSD-Teil aus. Damit sollen die Vorteile aus beiden Welten greifen (was in der Praxis aber nicht ganz funktioniert).

Ein Sonderfall sind eMMC, die meist fest in Notebook eingelötet sind. Oft wird von eMMCs als SSDs gesprochen, aber eigentlich sind eMMCs so etwas wie eine SD-Karte und im Normalfall nicht so schnell wie eine SSD.

Arbeitsspeicher (RAM)

Die Untergrenze für Windows ist 2 GB und dann muss man mit langsamer Reaktion rechnen, weil immer wieder Dateien auf die Festplatte ausgelagert und zurückgespielt werden. Mit 4 GB kann man gut arbeiten, für rechenintensive Aufgaben sind 6 oder 8 GB besser.

Falls 2 Steckplätze für RAM vorhanden sind, ist es besser 2×2 GB zu verwenden als 1×4 GB, weil beide Zugriffskanäle genutzt werden.

Grafik

Die Angaben zu Grafik ist manchmal schwer zu bewerten. Ganz einfache Grafikleistungen wie „Intel HD-Grafik“ reichen für Internet bis Büroanwendungen, vielleicht auch für Videobetrachtung aus. Eine etwas höhere Leistung bieten Angaben wie „Intel HD4400“. Für HD-Videos und Spiele muss eine eigene Grafikkarte mit eigenem Grafikspeicher an Bord sein.

Anschlüsse

Bei Notebooks ist die Anzahl der Anschlüsse oft begrenzt. Wenn man einen alten Monitor oder einen Beamer mit dem Notebook nutzen will, ist ein VGA-Ausgang sinnvoll, der modernere Standard ist HDMI.

Mindestens 1 x USB3 und 1-3 x USB2 sollte vorhanden sein. Wenn es nur USB2 gibt, handelt es sich beim Notebook um ein älteres Modell.

Netzwerk

Kleinere Notebooks haben nur WLAN, die größeren haben auch LAN-Anschluss.

DVD

Kleinere und mittlere Notebooks haben oft kein DVD-Laufwerk, weil USB-Sticks als Speichermedium mehr Speicherkapazität haben, schneller und kleiner sind. Auch System- oder Programm-Installationen laufen über USB. Sollen am Notebook DVD-Videos betrachtet werden, ist natürlich ein Laufwerk notwendig.

Akku

Die im Prospekt angegebenen Akkulaufzeiten werden fast nie erreicht. Dennoch gibt die Akkukapazität einen Hinweis auf die Laufzeit. Allerdings haben kleine Notebooks auch meist kleine Akkus, jedoch häufig auch sparsame Prozessoren.

Betriebssystem

Apple-Computer sind wegen ihrer Bedienfreundlichkeit beliebt, kosten jedoch etwa das 3-fache im Vergleich zu Windows-Computern.

Notebooks mit Windows haben Win7 oder Win8.1 oder bereits Win10. (Achtung: Notebooks mit Windows 8 statt 8.1 sind Ladenhüter.) Das Upgrade von Win7 und 8.1 auf 10 ist möglich. Bei Win10 ist heute schon zu beachten, dass der PC viele Daten an Microsoft weitergibt. Dies kann (hoffentlich wirksam) abgestellt werden, muss aber sorgfältig gemacht werden. Zukünftig werden wohl auch Win7 und 8.1 eine solche Daten-Weitergabe bekommen.

Notebooks ohne Betriebssystem sind preiswerter und nützlich, wenn der Benutzer bereits eine freie Windowslizenz hat und das Betriebssystem selbst installieren will. Eine Alternative zu Windows ist beispielsweise Linux Xubuntu. Es ist kostenlos, bringt (kostenlos) die wichtigsten Programme mit, ist Ressouren-sparend (2 GB RAM reichen aus), in 1-2 Stunden installiert (für Windows mit Programmen braucht man eher 4-8 Stunden), spioniert nicht und läuft flott.