Zwangsweise Windows 10?

Windows 10 ist im Juli 2015 erschienen. Besitzern von Windows 7, 8 und 8.1 wird die Möglichkeit angeboten, innerhalb eines Jahres kostenlos ein Upgrade auf Windows 10 zu machen. Ein Download der Installationsdateien hat – ohne Zustimmung der PC-Besitzer – bereits stattgefunden und belegt mehrere Gigabyte auf der Festplatte. In der Taskleiste rechts unten erscheint öfter das Windows-Symbol und ein Fenster mit dem Hinweis auf das Upgrade.

Mit der jetzigen Version 1511 hat Windows 10 einige Kinderkrankheiten überwunden.
Dennoch wollen viele Benutzer nicht umstellen:

  • Einige Computer- und insbesondere Notebook-/Laptop-Hersteller raten von der Umstellung ab, weil die Treiber für ihre Geräte noch fehlen. Beispiel Sony, siehe http://esupport.sony.com/US/p/os10upgrade.pl (die Seite ist in Englisch). Es ist ratsam auf den Internetseiten des Herstellers zu prüfen, ob die Umstellung empfohlen wird.
  • Die Bedienung von Windows 10 ist etwas anders als Windows 7 und manche Benutzer wollen beispielsweise bei Windows 7 bleiben.
  • Auf manchen PCs sind die Download-Datein für Windows 10 fehlerhaft und die von Microsoft vorgeschlagene Umstellung kann fehlschlagen. Es kann dann passieren, dass weder das neue noch das alte Windows funktioniert.
  • Windows 10 erlaubt vielen Anwendungen, insbesondere Systemprogrammen, das Benutzerverhalten aufzuzeichnen und an Microsoft zu melden. Damit will Microsoft, ebenso wie Google und Facebook, Ihre persönlichen Benutzerdaten sammeln und verwerten.

Nun plant Microsoft, die Umstellung auf Windows 10 voranzutreiben, indem es als „Empfohlenes Update“ eingestuft wird. Der Benutzer wird zwar gefragt, ob das Update installiert werden soll, aber viele antworten automatisch mit JA und bekommen dann Windows 10, obwohl sie es nicht wollen. Einen Artikel hierzu findet man unter http://www.chip.de/news/Vorsicht-vor-dem-Windows-Update-Kommt-jetzt-das-Windows-10-Zwangsupdate_87864976.html. Zitat chip.de: „Wer Windows 10 auf keinen Fall installieren möchte – sei es wissentlich oder aus Versehen – sollte jedoch rechtzeitig Vorkehrungen treffen, um das Update zu umgehen.“ Zitatende. Vorkehrungen gegen die unerwünschte Unstellung sind im Artikel von chip.de beschrieben. Möglicherweise wird dieses Update schon am Dienstag 12.1.2016 erscheinen.

Windows 10 hat sich inzwischen bewährt. Falls nicht die oben genannten Gründe dagegensprechen, ist die Umstellung sinnvoll. In jedem Fall sollten Ihre Benutzerdaten gesichert und eine Liste Ihrer Programme erstellt werden, damit Ihre Daten nicht verloren gehen, sollte die Umstellung fehlschlagen.